| Zu Beginn möchte ich als
Erstes festhalten, dass diese Reise vom Anfang bis zum Ende sehr erlebnisreich
war. Am Flughafen in Frankfurt angekommen
wurden wir von unserer Rosenkönigin Heike (ebenfalls Helferin
bei Grabo- Tours) schon herzlichst empfangen. Jeder erhielt eine wunderschöne,
rot blühende, fein duftende Rose.
Kurz vor Ankunft in Vancouver mussten wir für einen unserer Gäste
einen Arzt ausrufen lassen. Die Umstände waren zwar nicht lebensbedrohlich
aber sicherlich auch kein schöner Beginn für eine solch
wundervolle Reise. Nach mehrstündigem Aufenthalt in einem Krankenhaus
vor Ort wurde mir nach der Reise versichert, dass aufgrund der vielen
traumhaften Ereignisse dieser kurze Zwischenfall sofort aus dem Gedächtnis
gestrichen wurde.
Nach einer erholsamen Nacht in Vancouver bekamen wir am nächsten
Morgen auch schon die nächste Hiobsbotschaft von einem unserer
Helfer, der sich unsterblich verliebte und mit seiner „Flamme“
das Weite suchte. (Tage später erhielten wir eine Email in der
stand, dass er sich in Las Vegas trauen ließ). Nun waren wir
eine Riesengruppe mit einem Helfer weniger. Diese Hürde hatten
wir allerdings durch die Hilfe von jedem einzelnen mit Bravour gemeistert.
- nochmals Danke an alle...
Am zweiten Tag boten uns unser Busfahrer und unsere Reiseleiterin
eine erstklassige Stadtrundfahrt, bei der wir einen umfassenden Eindruck
von der Stadt zwischen Bergen und Meer erhielten. Wir sahen u.a. das
historische Gastown, den Stanley Park mit seinen Totempfählen
und gewaltigen Bäumen. Abends aßen wir in einem Restaurant
oberhalb unseres Hotels und lernten den sogenannten „Tower“,
eine Glasrohrzapfanlage mit ca. zwei Liter Bier- kennen, welcher für
den ein oder anderen ein ziemliches Verhängnis wurde.
Nach
einem leicht verkaterten Morgen für manch einen ging es nun weiter
nach Tsawwassen südlich von Vancouver, wo die Fähre nach
Vancouver Island auf uns wartete. Durch die „Straight of Georgia“,
vorüber an kleinen und größeren Inseln ging es weiter
zur größten Insel vor dem nordamerikanischen Kontinent,
Vancouver Island. In Swartz Bay legte die Fähre an. Von dort
aus fuhren wir nach Victoria, die von englischem Charakter geprägte
Regierungsstadt der Provinz British Kolumbia. Auf dem Weg dorthin
besuchten wir den Butchart Garden mit seiner 20 ha großen Parkanlage,
in der seit 1904 Pflanzenkulturen aus aller Welt gepflegt werden.
Nach einer ausgedehnten Stadtrundfahrt, auf der wir u.a. das Parlamentsgebäude,
das Royal Museum und das berühmte Empress Hotel sahen, aßen
wir in einem Restaurant unter freiem Himmel zu Abend und gingen später,
gespannt auf den nächsten Tag, zu Bett.
Morgens
erkundeten wir das Innenleben der Stadt mit seinen kleinen Geschäften.
Am Mittag besuchten einige das Embassy Hotel bei einem gemütlichen
„Kaffeeklatsch“, dem „High Tea“, und andere
gingen auf ein Schiff, um das „Whale Watching“ mitzuerleben.
Nach einer sehr lustigen Fahrt auf dem Meer, mit diversen amüsanten
Einlagen, wie das wichtige Schützen vor den gefährlichen
UV-Strahlen mit Sonnencreme, erprobt an
Uwe, unserem Rollifahrer, kamen die Wale. Es war ein sehr spektakuläres
Ereignis, mit der Bekanntschaft eines Riesenwales, der beinahe unsere
Meike als Vorspeise vernaschte. Dieser Wal kam allerdings so nahe
an unser Schiff, dass man ihn hätte streicheln können. Wir
sind im ersten Moment so erschrocken, dass sogar die Meike fast rückwärts
aus dem Rolli gefallen wäre und einen dermaßen lauten Schrei
losließ, dass wir kurzfristig taub gewesen sind.
Um Mitternacht feierten wir Ritas Geburtstag, die für das leibliche
Wohl unsereins bestens gesorgt hatte.
Nach
einem ausgiebigen Frühstück am Morgen setzten wir mit der
Fähre wieder auf das Festland über, wo unsere Reise nach
Whistler weiter ging. Auf dem „Sea to Sky Highway“ fuhren
wir auf einer sehr kurvenreiche Strecke an den Wasserfällen von
Shannon vorbei bis wir Whistler, das Ferienparadies zu allen Jahreszeiten
mit vielen Bergen, erreichten. Nach einer Übernachtung in diesem
idyllischen Ort von British Kolumbien ging es weiter zu den Harrison
Hot Springs mit dem Harrison Lake, einem der größten, langgestreckten
Seen in diesem Land. Im hauseigenen Schwimmbad des Hotels mit heißem
Quellwasser konnten wir uns gut erholen. Morgens setzten wir unsere
Reise nach Kelowna fort, wo wir eine Nacht verbrachten. Aufgrund der
wütenden Waldbrände in dieser Region verließen wir
diesen Ort recht früh und fuhren weiter nach Salmon
Arm. Dort wohnten wir direkt am Shuhswap Lake. Nun folgten wir dem
Trans Canada Highway, der quer durch Kanada verläuft und seit
mehr als 100 Jahren das Bindeglied zwischen Ost und West darstellt.
Ein kurzer Stop in Craigellachie zeigte uns ein geschichtlicher Höhepunkt,
wo 1885 der letzte Nagel in den Schienenstrang der Eisenbahnlinie
geschlagen wurde, die den Atlantik mit dem Pazifik auf dem Eisenbahnwege
verband. Unsere Fahrt setzten wir durch verschiedene National Parks
fort, die von 3000 Meter hohen Gipfeln umgeben waren, bis wir schließlich
in Lake Louis im Banff National Park ankamen; dem ältesten National
Park Kanadas mit seinen mächtigen Gebirgsketten.
Morgens besichtigten wir das berühmte Chateau Lake Louis, welches
sich direkt am Lake Louis befindet. Aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse
erkundeten wir diese Gegend per Bus mit anschließendem Stadtbummel
in Banff.
Am
nächsten Morgen ging es auch schon über den Icefield Parkway
oder auch „Traumstrasse der Welt“ genannt, weiter. Mit
seinen majestätischen Gipfeln, Gletschermassen und Seen hatten
wir trotz viel Nebel ein unglaubliches Panorama. Angekommen im Columbia
Icefield, wo die größte Gletschermasse südlich von
Alaska ruht, unternahmen wir eine Fahrt mit dem Spezialfahrzeug, dem
Snocoach ( kein Rechtschreibefehler ), die einmalig in der Welt ist.
Manche konnten sogar auf dem Gletscher spazieren gehen, und miterleben
wie rutschig es dort war. Viele schöne Bilder wurden aufgenommen,
die man sich noch heute mit offenem Mund ansieht, da dieser Eindruck
wirklich unfassbar ist.
Auf
dem Weg nach Jasper, wo der Banff National Park weiter nördlich
in den Jasper National Park übergeht, konnten wir Elche und sogar
einen Schwarzbären sehen. –mein Fotoapparat ließ
sich leider nicht so schnell aktivieren und habe deshalb auch kein
Bild von dem Bär.
Während unserem nächsten Übernachtungstort in Jasper
schlossen wir Bekanntschaft mit „echt Jasper-Einwohner“.
–die Mentalität dieser Menschen ist wirklich in Ordnung;
ein sehr nettes Volk- Morgens machten wir uns auf den Weg nach Kamloops
durch den Mount Robson Park mit der höchsten Erhebung der kanadischen
Rockies, dem 3954 Meter hohen Mount Robson. Die Spitze konnten wir
leider nur erahnen, da dieser lästige Nebel uns immer noch plagte.
Vorbei an vielen glasklaren Flüssen wechselte weiter südlich
die Landschaft in ein trockenes Grasland, welches auch als Ranchgebiet
genutzt wird. Aufgrund der extremen Hitze während des gesamten
Sommers waren etliche Hektar Wald abgebrannt, was uns ein erschreckendes
Bild bot. In Kamloops angekommen übernachteten wir eine Nacht
und setzten unsere Rückfahrt nach Vancouver am nächsten
Morgen fort.
Nun
verbrachten wir auch schon unsere letzten beiden Nächte im gleichen
Hotel wie bei der Ankunft. Abends landeten wir wieder in dem Restaurant
mit dem Tower, und ließen es uns so richtig gut gehen :-) Morgens
unternahmen wir noch eine Bootsfahrt durch den Hafen von Vancouver,
wobei wir Robben zu Gesicht bekamen. Mittags hatten wir genügend
Zeit in der Stadt unsere übriggebliebenen Dollars auf den Putz
zu klopfen. An unserem letzten Abend feierten wir Renates Geburtstag
und nahmen auch gleichzeitig Abschied von unserem atemberaubenden
Urlaub in der weiten Ferne. Morgens hieß es dann endgültig
„Tschüssi und Auf Wiedersehen“. Und ehe man sich
umsehen konnte, saßen wir schon wieder im Flugzeug auf dem Weg
in die Heimat, zurück in den Alltag.
Fazit:
Diese
Reise war vom Anfang bis zum Ende ein voller Erfolg!!! Trotz den vielen
unerwarteten Ereignissen direkt zu Beginn der Fahrt, konnte uns nichts
schockieren! Wir verbrachten eine wunderschöne Reise miteinander.
Als große Gruppe, mit unterschiedlichem Alter, hatten wir uns
sehr gut verstanden und auch jede Menge Spaß gehabt. Ich denke
auch heute noch sehr oft an diese einmalige Reise, was sicherlich
auch der Grund ist, dass ich sie nun doch noch auf unserer Internetseite
verewige.
Hiermit möchte ich nochmals jedem danken, die zu dem Gelingen
dieser Reise beigetragen haben. Sei es Wolfgang, die mitreisenden
Gäste, die Helfer, der Busfahrer, die Reiseleiterin –die
ununterbrochen redete :-)-, alle Personen, die den Urlaub vom Büro
aus organisiert hatten, jeder hatte seinen Teil dazu beigetragen,
dies zu einer UNVERGESSLICHEN Reise werden zu lassen. Auf eine weitere
gute Zusammenarbeit freue ich mich schon jetzt.
Euere Helferin, Steffi Scholl
 
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