| Hinflug mit Hindernissen
24.10.: Gegen Mittag treffen die Mitglieder unserer Reisegruppe –
sechs Rollstuhlfahrer und vier Fußgänger – allmählich
am Frankfurter Flughafen in und versammeln sich am Schalter der Air
India. Um 15 Uhr sitzen wir im Flugzeug. Als es um halb vier eigentlich
losgehen soll, teilt der Captain uns mit, dass wir wegen technischer
Probleme später starten. In der Folgezeit gibt die Maschine sehr
komische Geräusche von sich. Aber um halb fünf heißt
es, dass wir jetzt startklar sind, aber leider jemand der Passagiere
krank geworden ist. Also wird ein Arzt gesucht, die Ambulanz kommt
und der Patient verlässt mitsamt seinem Gepäck die Maschine.
So sind wir erst um 18 Uhr in der Luft, kriegen relativ bald eine
warme vegetarische Mahlzeit, dazu Wasser und Kaffee oder Tee. Danach
wird das Licht gelöscht. Zwei Stunden später (gegen 21 Uhr)
erhalten wir plötzlich Nüsse und Alkohol und um 22 Uhr ein
Dinner – diesmal wieder mit Wasser und Tee oder Kaffee. Erst
ab 23 Uhr herrscht wirkliche Nachtruhe.
Auftakt in Delhi
25.10.:
Um 1.30 Uhr deutscher und 4 Uhr indischer Zeit werden wir wieder geweckt
und landen noch im Dunkeln in Delhi. Als wir frühmorgens den
Indira-Gandhi- Flughafen verlassen, tauchen wir in eine andere Welt
ein oder wie Hetty bei der Busfahrt durch die Vororte angesichts von
Dreck und Armut meint: „Da kriegst Du ja ’nen Kulturschock!“.
Unser Hotel The Grand New Delhi ist demgegenüber der reine Luxus
und liegt irgendwo im Niemandsland. Während Sven, unser Reiseleiter,
die Zimmer klar macht, frühstücken wir anderen erst mal,
ruhen bzw. packen dann aus, erkunden die Hotelanlage und trinken etwas
am Pool. Um 14 Uhr starten wir mit Sani, unserem deutsch sprechenden
indischen Reiseführer zu einer Stadtrundfahrt. Wir besichtigen
zunächst Qutab Minar, ein sehr schönes Minarett aus dem
12. Jahrhundert. Die dazu gehörende Moschee wurde in einen noch
500 Jahre älteren Hindu-Tempel gebaut. Dann fahren wir am erst
18 Jahre alten Bahai-Tempel vorbei, der wegen seiner Form auch Lotos-Tempel
genannt wird, zum Grab des Humayun. Dieses Mausoleum, das ihm seine
Ehefrau zwischen 1565 und 1572 errichten ließ, diente seinem
Ururenkel als Vorbild für die berühmteste indische Grabstätte,
das Taj Mahal. Auf dem Rückweg zum Hotel wird es dunkel. Da gerade
das Lichterfest gefeiert wird, wird die Stadt durch Kerzen und Glühbirnen
erleuchtet. Im Hotel gibt es dann ein sehr gutes Büfett. Ich
lasse mir Fisch und Naan, ein typisch indisches Brot, frisch zubereiten.
Dazu bestellen wir Weißwein. Wir kriegen einen sündhaft
teuren deutschen Riesling, der nicht mal besonders gut ist. So kann
man zum Biertrinker werden.
26.10.: Am Morgen fahren wir zunächst wieder durch das von den
Briten konzipierte grüne Neu-Delhi mit breiten Straßen,
Bäumen, Regierungsgebäuden, diplomatischen Vertretungen
und Villen. Die Altstadt mit ihren engen Gassen und dem Menschengewimmel
steht dazu in krassem Gegensatz. Wir sehen vom Bus aus links die Hauptmoschee
und rechts ein großes rotes Fort, steigen angesichts der vielen
Menschen aber leider nicht aus. Erst an der Gedenkstätte für
Mahatma Gandhi laufen wir etwas herum und besichtigen anschließend
einen Sikh-Tempel. Dort müssen wir alle die Schuhe ausziehen
und ein Kopftuch umbinden. Zwischen vielen bunt gekleideten Indern,
die sich meist gerne fotografieren lassen, rollen wir herum und schauen
in den Tempel hinein. Ein Sikh-Anhänger, der in Wien studiert
hat, erzählt Hetty und mir etwas über seinen Glauben. Anschließend
geht es zum Souvenier-Kauf in ein Handcraft- Center und zu einem Tee-
und Gewürzladen. Um 14 Uhr sind wir zurück im Hotel. Hetty
vergnügt sich im Zimmer und ich sitze mit den anderen am Pool
und ratsche. Abends sehen wir zunächst auswärts traditionelle
indische Tänze und essen dann wieder vom Büfett im Hotel.
Kathmandu, die Hauptstadt Nepals 27.10.: Um 7.45 müssen die Koffer
vor er Tür stehen. Wir frühstücken und fahren zum Flughafen.
Das Einchecken verläuft problemlos, das Flugzeug startet mit
nur einer halben Stunde Verspätung. Hetty und ich sitzen links
am Fenster und können ein paar Himalaya-Bilder schießen.
Um 14.15 Ortszeit sind wir in Kathmandu, werden vom örtlichen
Reisebüro abgeholt und fahren ins Grand Hyatt Recency, das beste
Hotel der Stadt. Wir kriegen Zimmer mit Altstadtblick. Diese ist viel
bunter und sauberer als Delhi. Wir erkunden das Hotel und sitzen eine
Weile an der Poolbar. Das Abendessen-Büfett ist längst nicht
so reichhaltig und (wie ich finde) leider auch nicht so „spicy“
wie in Indien. 28.10.: Um 9 Uhr steigen wir in den Bus und fahren
zunächst zur zweitgrößten Stupa der Welt. Wir rollen
um die beeindruckende buddhistische Anlage. Raj, unser nepalesischer
Reiseführer, der uns die ganze Zeit in Nepal begleiten wird,
erklärt uns den Zweck des Gebäudes, zeigt uns die Gebetsmühlen
und unterstützt uns beim Souvenierkauf. Anschließend fahren
wir in die Altstadt zum Durbar Square, dem Platz, an dem der Königspalast
und zahlreiche Tempel stehen. Einer davon ist der Kumari Bahal, der
Tempel der lebenden Göttin von Kathmandu. Diese wird im Alter
von 3-4 Jahren nach bestimmten Merkmalen ausgesucht und bleibt nur
bis zur ersten Menstruation Göttin. Wir bekommen ausreichend
Zeit, alles anzuschauen. Danach machen wir Toilettenpause im nahen
Annapurna-Hotel und fahren weiter nach Patan, der zweiten Königsstadt,
zum dortigen Durbar Square. Im Königspalast ist heute ein Museum
und im Innenhof schön im Grünen ein Café untergebracht.
In letzterem machen wir erst mal Mittagspause. Anschließend
erklärt Raj uns die umfangreichen Tempelanlagen, und wir können
uns dann noch eine halbe Stunde allein umschauen. Kurz nach 17 Uhr
sind wir wieder im Hotel. Vor dem Abendessen kommt eine Reporterin
der Himalayan Times und interviewt uns. Eine Gruppe Rollstuhlfahrer
scheint in Nepal 3 etwas sehr Ungewöhnliches zu sein. Das merken
wir auch immer an den Menschentrauben, die sich beim Ein- und Aussteigen
ganz schnell um den Bus herum bilden.
Im Dschungel
29.10.: Heute liegen
166 km Busfahrt vor uns. Beim Einsteigen um 7.30 Uhr werden wir von
einem Fotograf der Himalayan abgelichtet. Wir fahren zunächst
rund 100 km im Kathmandu-Tal nach Westen. Da viel Verkehr ist und
wir wegen der aufständischen Maoisten immer wieder einmal Kontrollstellen
passieren müssen, brauchen wir dafür rund 4 Stunden. Im
Manakamana Café machen wir Mittagspause mit Blick auf den Fluss
hinunter. Es liegt an der einzigen Seilbahn Nepals, die zu einem Hindutempel
auf den Berg hinauffährt, der jährlich von etwa 700 000
Gläubigen besucht wird. Danach beginnt das wirkliche Abenteuer:
Für die restlichen 66 km nach Süden brauchen wir noch einmal
vier Stunden; denn die eigentlich geteerte Straße – die
einzige Verbindung nach Indien – ist in der Monsunzeit teilweise
weggebrochen und mit Sand, Schlamm und Steinen überschwemmt worden.
Hunderte von Lastautos und Bussen wälzen sich in beide Richtungen
und stauen sich vor den zahlreichen Engstellen, die unser Bus jeweils
stark schaukelnd überwindet. Unterwergs sehen wir öfter
große Plakate mit einer Kondomwerbung. Raj erzählt uns,
das die Bauern der Gegend häufig sehr schöne Töchter
haben, die auf dem Feld mitarbeiten. Diese werden von Männern
angesprochen, die ihnen die Ehe versprechen. Wenn sie ihnen folgen,
finden sie sich sehr schnell in Indien als Prostituierte wieder. Jahre
später werden sie dann oft mit Aids und
etwas
Geld zurückgeschickt. Von dem Geld bauen sie Hütten, in
denen sie den Lastwagenfahrern Essen, Getränke und sich selbst
anbieten. Da diese vielfach nicht lesen können, sollen die Plakate
sie zur Vorsicht beim Geschlechtsverkehr mahnen, um so der steigenden
Aids- Gefahr im Lande Herr zu werden. In der Dämmerung –
so gegen 18 Uhr – erreichen wir den Royal Chitwan National Park,
wo wir im Gaida Wildlife Camp mehrere Bungalows beziehen. Sie haben
kein elektrisches Licht. Also packen wir bei Kerzenschein nur das
Nötigste aus und erleben dann draußen sitzend ein sehr
romantisches Candle-Light-Dinner.
30.10.: Wir frühstücken draußen und
werden um 8 Uhr in Körbe auf dem Rücken von Elefanten gepackt.
Sie marschieren mit uns durch den Fluss, an dem das Camp liegt, in
den Dschungel. Wir sehen insgesamt 9 Panzernashörner, mehrere
Affen und verschiedene Antilopen. Da die Elefanten mitten durchs Gestrüpp
laufen, wird Hetty zweimal ein Schuh vom Fuß gestreift. Der
Elefant angelt ihn jeweils mit seinem Rüssel wieder hoch. Nach
gut zwei Stunden sind wir zurück und die meisten von uns ganz
schön geschafft von der Schaukelei und dem Festhalten am Korb.
Wir relaxen etwas, lunchen – natürlich wieder draußen
– und erfahren am frühen Nachmittags bei einem Briefing
alles über Elefanten. Um 16 Uhr reite ich mit Sven und Brigitte
noch einmal in den
Dschungel. Wir sehen kaum Tiere – erst ganz zum Schluss Rhinos
– erleben aber einen schönen Sonnenuntergang. Nach unserer
Rückkehr folgt eine Folklorevorführung, eine Diaschau über
Flora und Fauna des Parks und schließlich das Abendessen im
Freien, das uns diesmal serviert wird. Den 8000ern nah 31.10.: Ab
8 Uhr fahren wir auf der schrecklichen Straße zurück nach
Mugling. Es sind nicht so viele Fahrzeuge unterwegs, also brauchen
wir nur 3 ½ Stunden, machen wieder Pause im Manakamana Café,
wo wir etwas trinken und das vom Camp mitgebrachte Lunchpaket verzehren.
Dann fahren wir noch drei Stunden nach Westen und beziehen bei Pokhara
in ca. 900 m Höhe Zimmer im Fulbari Resort Hotel, laut Raj das
beste Hotel Nepals. Und es ist auch wirklich sehr schön und bietet
guten Service. Nur die Rampen sind sehr steil, so dass ich sie nur
mit Müh und Not alleine schaffe. Vom Balkon unserer Zimmer schauen
wir auf die Dhaulagiri- und die Annapurna-Kette. Ein paar Spitzen
der 8000er schauen bei unserer Ankunft aus den Wolken. Um 19 Uhr gibt
es ein Büfett, das wir im Freien einnehmen.
1.11.: Um 6 Uhr stehen wir auf, um den Sonnenaufgang
über den Bergen zu sehen. Ganz allmählich tauchen sie in
rötliches Licht – ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Nach dem Frühstück fahren wir dann nach Pokhara hinein.
Zunächst schauen wir uns Devi’s Fall ein, einen eher mikrigen
Wasserfall und besuchen dann ein tibetanisches „Flüchtlingslager“.
Es ist ein Dorf mit Kloster, in dem die Zuwanderer, die sich nicht
mit der nepalesischen Bevölkerung mischen wollen, leben und selbst
hergestellten Schmuck und Handarbeiten verkaufen. Wir erstehen das
Eine oder Andere und fahren dann weiter zum Fewa-See. Einige von uns
machen eine Ruderbootfahrt auf den See hinaus. Ganz entspannt gleiten
wir durchs Wasser und sehen die hohen Bergspitzen über den Mittelgebirgen.
Bei der anschließenden Mittagspause in einem Lokal am See eröffnet
Sven uns, dass die Straße, auf der wir am nächsten Tag
nach Kathmandu fahren wollten, von den Maoisten gesperrt worden ist.
Wir müssen also fliegen, wenn wir einen Flug bekommen. Nach der
Pause gibt es ein ausgiebiges Shopping. Wir kaufen u.a. T-Shirts und
Goretex-Jacken. Ich verschicke aus einem Internet-Shop eine E-Mail
nach Hause. Das Abendessen nehmen wir diesmal in einem indischen Restaurant
in unserem Hotel mit indischer Life-Musik ein.
2.11.
Wir wachen wieder rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf, aber es ist bewölkt,
die Berge sind nicht zu sehen. Beim Frühstück erfahren wir
dann, das wir von der kleinen Maschine, mit der wir am nächsten
Tag einen Himalaya-Rundflug machen wollen, am Nachmittag abgeholt
werden. Da nicht klar ist, ob alles Gepäck in die Maschine passt,
packen wir so um, dass einige Koffer dableiben können. Anschließend
machen wir einen kleinen Spaziergang aus der Hotelanlage zum nahen
Canyon des Flusses Seti. Um 2 Uhr geht es zum Flughafen. Beim Warten
aufs Einsteigen treffen wir einen nepalesischen Rollstuhlfahrer, der
sich bei uns nach unserer Reise und unseren Krankheitsbildern erkundigt.
Er selbst hat sich seinen Querschnitt bei einem Sturz beim Trekking
geholt. Sven und Heike müssen uns dann in die winzige Maschine
tragen. Wir starten um ½ 5 und sind um 6 Uhr wieder zurück
im Grand Hyatt. Jeder bekommt bei der Ankunft ein Exemplar der The
Himalayan mit dem Artikel über unsere Gruppe ausgehändigt.
Er ist eine halbe Seite lang und steht unter der Überschrift
„Strength of a Smile“ (Kraft durch ein Lächeln).
Der Tenor ist, dass wir mit unserer Courage, eine solche Reise zu
unternehmen, anderen Behinderten in Nepal Mut machen. Zur Enttäuschung
von Sven zeigt das Bild in der Zeitung nur uns sechs Rollstuhlfahrer
und nicht unsere Begleiter.
Drei Highlights zum Abschluss und Rückflug
3.11.: Heute ist noch einmal ein ereignisreicher Tag. Um halb fünf
stehen wir auf, damit wir rechtzeitig zum Flug um den Mount Everest
kommen. Die Sicht ist toll und der Anblick gigantisch. Auf dem Hinflug
können ihn die links Sitzenden genießen und auf dem Rückflug
die rechts Sitzenden. Danach
frühstücken wir und stellen um 10 Uhr die Koffer vor die
Tür. Auf dem Weg zum Flughafen halten wir zunächst bei der
heiligsten Hindustätte Nepals,
wo die Leichen verbrannt und die Asche der Verstorbenen in den Fluss
– es ist ein Nebenfluss des Ganges – gestreut wird. Raj
erklärt uns, dass der nächsten Angehörige – z.B.
der Sohn – nach der Zeremonie 12 Tage lang im Tempel bleiben,
auf dem Boden schlafen und sich die Haare abrasieren muss. Danach
trägt er ein Jahr lang weiße Kleidung zum Zeichen der Trauer,
darf kein Fest besuchen und nichts Schmackhaftes essen. Als wir die
Anlage verlassen wollen, wird auf der gegenüber liegenden Flussseite
gerade eine Leiche auf den vorbereiteten Holzstoß gelegt. Wir
hören das Klagen der Angehörigen und gehen bedrückt
weiter. Danach fahren wir noch ca. 20 km nach Bhaktapur zur dritten
der Königsstädte. Die Tempelanlage am Durbar Square und
viele der alten Holzhäuser sind in den 80er Jahren mit 40 Mill.
Dollar westdeutscher Entwicklungshilfe restauriert worden. Ein völlig
verlorener Tempel ist nach alten Bildern rekonstruiert worden. Da
er keinem Gott geweiht ist, heißt er „Achteckiger Tempel“,
im Volksmund aber wegen des Bildes unseres früheren Bundeskanzlers
auf der Inschrift Helmut-Kohl-Tempel. Um halb zwei müssen wir
die sehr schöne Stadt verlassen, fahren auf kleineren Straßen
zum Flughafen, checken ein und fliegen mit einstündiger Verspätung
so gegen halb sieben los. In Delhi angekommen, ist Karins Rollstuhl
demoliert. Sven verhandelt wegen der Versicherung, was eine Weile
dauert. Wir fahren schon mal vor ins Hotel, sind aber erst gegen 23
Uhr da, so dass einige von uns das vorbestellte Abschiedsdinner ausfallen
lassen. Gottseidank gehen Hetty und ich hin; denn es werden uns ganz
exquisite Speisen serviert.
4.11.: Wir sind kurz vor ein Uhr im Bett und stehen
eine gute Stunde später wieder auf. Um 3 Uhr fahren wir zum Flughafen.
Das Einchecken dauert ewig. Selbst unsere Rollstühle müssen
diesmal einzeln durch die Durchleuchtung. Dadurch kommen wir fast
als letzte an Bord, starten nur mit geringer Verspätung gegen
halb sieben, kriegen ein Frühstück, diesmal eine ausreichende
Ruhepause und dann ein Mittagessen. Pünktlich um 11 Uhr Ortszeit
landen wir in Frankfurt, sind recht schnell von Bord und werden von
unseren Abholern erwartet.
Fazit:
Es war eine sehr schöne Reise. Nepal ist ein ungemein beeindruckendes
Land. Die Tempelanlagen ließen uns immer wieder staunen. Von
den drei unterschiedlichen Gegenden sind wir in zweien gewesen, im
Tiefland Terai im Süden und im Mittelgebirge mit seinen Hochebenen,
wo Kathmandu und Pokhara liegen. Das dritte Gebiet, die Hochgebirgskette,
haben wir zumindest gesehen. Wir hatten durchwegs gutes Wetter - Sonne
am Tag und selbst manche der Abende waren mild. Die Menschen waren
überwiegend sehr freundlich und an uns interessiert. Ich bin
selten in einem Urlaub mit so vielen Einheimischen ins Gespräch
gekommen wie hier. Unsere Reiseleitung, Grabo-Helferin und Helfer
vor Ort waren super. Die Stimmung in der Gruppe war meist fröhlich.
Dazu haben u.a. Mario mit seinem sächsischen Humor („hör
doch uff – so’n Theater“) und Heikes Betrachtungen
über Kamasutra beigetragen. Was ich vermisst habe, war der eine
oder andere Fotostopp während der Überlandfahrt und ein
Abendessen außerhalb unserer Luxushotels in einem landestypischen
Lokal. Und außerdem wäre ein Direktflug nach Kathmandu
und ein bisschen mehr Zeit in Nepal schön gewesen.
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